Rolfs N-Bahn
  Rückfallweichen
 


Rückfallweichen bei der Deutschen Bahn

Aufbau der Rückfallweichen am Beispiel des Bf Bad Kötztingen

Überwachungssignale

Wo gab / gibt es Rückfallweichen

     DRG System Trier

     Bad Kötzting

     Bei der Harzquerbahn

     BW Magdeburg

     Bf Rauenstein

 

Bei einer Rückfallweiche handelt es sich um eine Weiche, die aufgefahren wird und mit einer Rückstellfeder wieder zurück gestellt wird. In der Regel werden Rückfallweichen auf  Nebenbahnen eingebaut um Zugkreuzungen zu beschleunigen. Dabei wird für jede Richtung ein Gleis festgelegt und bei der Ausfahrt werden die Weichen aufgefahren.
Da eine Weiche die spitz befahren wird, bewacht werden muss, ist die Weiche mit einem Zungenprüfkontakt ausgerüstet. Als Überwachungssignal werden in Ost und West verschiedene Signale verwendet.

Auf dem Gebiet der ehemaligen DR werden die Weichenbilder Orange oder Gelb gespritzt, das Umstellgewicht der Weiche wird Gelb/Schwarz lackiert. 

 

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ein Bild Auf dem Gebiet der ehemaligen DB wird das Umstellgewicht wird Gelb/Schwarz lackiert.
Im BW Ingolstadt waren schwarze Weichenbilder angebracht.

Überwachungssignale

Auf dem Gebiet ehemalige DR
Auf dem Gebiet ehemalige DB

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Als Überwachungssignal kommt das So 18a / So 18b zum Einsatz. So18a - die Rückfallweiche ist gegen die Spitze befahrbar, So 18b die Rückfallweiche ist nicht befahrbar Als Überwachungssignale kommen Weichen-Deckungs-Signale zum Einsatz. Es wird als Fahrerlaubnis ein weißes Licht gezeigt. Ein rotes Licht signalisiert das die Weiche gestört ist und nicht befahren werden darf.
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Angekündigt wird das So 18 durch ein So17.

 

 
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In der MIBA Spezial 64 wird auf S 27 über Rückfallweichen berichtet.
 
  Dort habe ich dieses Zitat gefunden.
Die Deckungssignale der DB mit zwei roten und einem weißen Licht können somit auch als "Einfahrsignale dienen, während das Überwachungssignal So 18 der DR als So 18a mit zwei weißen Lichtern nur bedeutet, dass die "Rückfallweiche gegen die Spitze befahrbar ist".
  Diese Aussage halte ich für nicht richtig. Wie dort richtig geschrieben handelt es sich um Deckungssignale, welche im eigentlichen Sinne Weichen-Deckungssignale sind.
Somit dürften diese auch nicht als Einfahrsignale betrachtet werden.
Bei dem Beispiel des Bahnhofs Bad Kötzting, handelt es sich um einen Bahnhof einer Nebenbahn ohne Einfahrsignale. An deren Stelle ist das Signal Ne1 „Trapetztafel“ aufgestellt. Dieses Signal kennzeichnet die Stelle, wo bestimmte Züge vor Betriebsstellen zu halten haben.

Somit sind die dort nachfolgend aufgestellten Weichen-Deckungssignale auch nicht als Einfahrsignale zu betrachten.
 

Sollte es Bahnhöfe geben oder gegeben habe, bei denen das Deckungssignal der Rückfallweiche wirklich als Einfahrsignal gedient haben, wäre ich über eine Information sehr dankbar.
Bitte dafür mein Kontaktformular nutzen.

 

Mit dem 23.04.2010 wird das Signal Ne12 Ne13e und Ne13b für den gesamten Geltungsbereich der DB Netz AG eingefürt. Dabei ist der Zeitraum von 12.12.2010 bis zum 31.01.2011 als Überganszeit festgelegt  worden.

 


 

   
 
   
           
  Ne12 Ankündigungsbake

Das Überwachungssignal einer Rückfallweiche beachten.
      Überwachungssignal einer Rückfallweiche.

Ne13a Die Rückfallweiche ist gegen die Spitze befahrbar

Ne13b Die Rückfallweiche ist gegen die Spitze nicht befahrbar, es ist vor der Weiche zu halten.


Es ist ein orangefarbener waagerechter Streifen hinzugekommen, wodurch das Signal deutlicher als ein Rückfallweichen-Überwachungssignal erkennbar wird.
 

 

Aufbau der Rückfallweichen am Beispiel des Bf Bad Kötztingen
 

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1 – Stellstangen
2 – Rückstellfeder in einem Öldämpfer
3 – Weichenstellbock
4 – Zungenprüfstangen
5 -  Zungenprüfkontakt


 

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Nach dem Auffahren der Weiche wird die Weiche durch die Rückstelleinrichtung langsam zurückgestellt. Durch die Zungenprüfstangen werden der Prüfkontakt betätigt und das anliegen der Weichenzungen am Überwachungssignal angezeigt.
Die Weichen sind in der Grundstellung verschlossen, dies ist in Bad Kötzting die linke Fahrtrichtung.
Um die Weiche im Störungsfall oder beim Rangieren umstellen zu können, kann mit Hilfe eines Zugführerschlüssels ein Mitnehmer festgelegt werden und die Weiche kann danach normal umgestellt werden.
Die Überwachungssignale werden dann durch einen Rangierschalter ausgeschaltet.


Auf der Seite der Firma VAE ein Weltmarktführer in Weichentechnologie werden die dort vertriebenen Rückfallweichen beschrieben.

Wo gab / gibt es Rückfallweichen


DRG System Trier


Die Rückfallweichen wurden schon bei der DRG von der Rbd Trier erprobt und wurden in verschiedene Strecken eingebaut. Dazu habe ich einer Artikel in der MIBA gefunden.

   
In der MIBA Spezial 64 wird auf S 19 über das „DRG-System Trier“ berichtet.  
   
Dort wird berichtet das schon bei der DRG in der Rbd Trier, auf Nebenbahnen Rückfallweichen getestet und eingeführt wurden.
Die Trapetztafeln des Bahnhofes erhielten ein Gelb-Weißes Mastschild wodurch der Lokführer auf die Beachtung der Deckungssignales der Rückfallweichen hingewiesen wurde.
Die Rückfallweichen wurden mit einem elektrischen Kontakt ständig überwacht, welcher ein Kennlicht des Deckungssignales schaltete. Das Deckungssignal stand unmittelbar neben der Trapetztafel oder kurz hinter dieser.
 
   
Ich wäre über weitere Infos zum System-Trier sehr dankbar. Bitte dafür mein Kontaktformular nutzen.  


Einsatz von Rückfallweichen
 

Bei der ehemaligen DR waren regelspurige Rückfallweichen im BW Magdeburg und im BW Halle/G eingebaut. Die Rückfallweiche im BW Halle/G war mit einem mechanischem Signal ausgerüstet. Weiterhin waren im Bf Cunewalde auf der Strecke Bautzen - Großpostwitz - Löbau Rückfallweichen eingebaut. Von der Schmalspurbahn sind mir Rückfallweichen unter anderen  von der Harzer Schmalspurbahn bekannt.

Von der ehemaligen DB waren mir Rückfallweichen nur aus dem BW Ingolstadt bekannt geworden, es sollten aber noch einige Strecken damit ausgerüstet gewesen sein.

Da in den letzten Jahren so viele Rückfallweichen bei der Bahn eingebaut wurden, kann eine Aufzählung nur noch unvollständig sein.
Aus diesem Grund ergänze ich die Aufzählung der Betriebsstellen nicht mehr. Ich werde nur noch über solche Betriebsstellen berichten, die
auch für andere Eisenbahnfreunde von Interesse sind.

Das wären zum Beispiel,
   - interessante Fotos,
   - abweichende Signale oder Signal-Bauarten,
   - besondere betriebliche Situationen
   - Interessante Quellen.
 

Weißeritztalbahn Quelle
Rabenau www.schuessler-plan.de   S.14

 

Bei der Harzquerbahn

Die ersten Rückfallweichen bei der Harzquerbahn gab es in den Bahnhöfen Steinerne Renne und Niederschswerten Ost, diese wurden im Weichenwerk Brandenburg entwickelt.

Der Bahnhof Niedersachswerfen Ost wurde 1970 in einen Haltepunkt umgewandelt. Wegen dem immer weiter steigenden Güterverkehr wurde es 1979 notwendig Niedersachswerfen Ost wieder für Zugkreuzungen zu nutzen. So kam es dazu, das aus dem Haltepunkt wieder ein Bahnhof wurde. Um den Betriebsablauf so ökonomisch wie möglich gestalten zu können, kamen in Bahnhof Niedersachswerfen Ost erstmals Rückfallweichen zur Anwendung. Dabei handelte es sich noch um Weichen bei dehnen die Zungenendlage mechanisch überwacht wurde. Als Überwachungssignale kam auch mechanische Signale zum Einsatz. Die Überwachungssignale waren beleuchtet, um auch in der Dunkelheit einen sicheren Betrieb zu gewähren.

Es hält sich das Gerücht das es zu einigen Entgleisungen kam, da das Signal für das Zugpersonal schlecht zu erkennen war. 1985 wurde die mechanischen Überwachungssignale durch elektrische Signale ersetzt. Heute sind in den meisten Bahnhöfen der Harzer Schmalspurbahnen Rückfallweichen eingebaut.

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Rückfallweiche im Bahnhof Niedersachswerfen Ost Hier ist der Rückstellvorgang der Weiche zu erkennen. Es liegt keine Weichenzunge an und das Überwachungssignal zeigt So18b, "Die Weiche ist nicht befahrbar".

 

 

Foto Wieland Schulze

Eine interessante Seite hat Herr Dieter Ender geschrieben. 
"Die ersten Rückfallweichen bei der Deutschen Reichsbahn"



Seit dem 11 .12.2005 sind im Bahnhof Bad Kötzting Rückfallweichen in Betrieb. Dadurch kommt es zu einem Richtungsbetrieb.


     ein Bild

 

Die Züge fahren in Richtung Cham – Kötzting – Lam durch Gl 2 und in Richtung Lam – Kötzting – Cham durch Gl 3. Die Weichen W1 und W7 sind in Rückfallweichen umgebaut worden. Die Weiche W1 wird in Richtung Cham aufgefahren und die Weiche W7 wird in Richtung Lam aufgefahren.
Die Funktion der Rückfallweichen kann man vom Parkplatz der Bayerische Spielbank sehr gut beobachten. Von diesem Standort sieht man wie der Zug durch die Weiche W1 fährt  und kann dabei die sich ergebenden Signalbilder am Überwachungssignal sehen.

ein Bild Als Grundstellung wird ein weißes Kennlicht gezeigt. Dieses erlaubt dem Triebfahrzeugführer die Weiche von der Spitze aus zu befahren. Wird kein Kennlicht gezeigt muss der Triebfahrzeugführer vor dem Überwachungssignal halten und sich beim Zugleiter meldet und erhält von diesem einen Befehl um an dem gestörten Signal vorbei zu fahren und vor der Weiche zu halten. Hier darf er erst weiterfahren wenn er sich von dem Zustand der Weiche überzeugt hat.

 

Beim Auffahren der Weiche kann man die folgenden Signalbilder sehen.
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Beim Auffahren erlischt das weiße Kennlicht und ein rotes Licht wird angezeigt.

Das rote Licht würde auch bei einer Störung der Rückfallweiche gezeigt werden.

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Wenn dann die Weiche nach Durchfahrt des Zuges wieder zurückläuft erscheinen ein weißes und ein rotes Licht.

Die Rückfallweichen sind mit einem Gelb-Schwarzem Umstellgewicht gekennzeichnet. Die Weichenbilder wurden abgebaut. Die Weichen sind mit einer Rückstelleinrichtung ausgerüstet. Dabei handelt es sich um einen mit Öl gefüllten Federantrieb der bewirkt dass die Weiche langsam zurückgestellt wird.   ein Bild

 

BW Magdeburg 

ein Bild Etwa 1985 wurde im BW Magdeburg eine Rückfallweiche eingebaut. Sie lag hinter der Drehscheibe in der Ausfahrt Nord des BW Magdeburg.
 

Zum Zeitpunkt dieser Aufnahme war die Lage der Gleise noch gut zu erkennen. Auch das Signal der Rückfallweiche war noch in Betrieb.

 

 

 

Foto Andreas Kube / Wieland Schulze

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Heute sind keine Bilder aus dem BW Magdeburg mehr möglich, da die Bahnanlagen zurückgebaut wurden und die Drehscheibe zugeschüttet wurde.

 

 

Foto Wieland Schulze


 

Bf Rauenstein


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Der Bahnhof Rauenstein ist dabei der Interessanteste da es sich um eine Spitzkehre handelt und mit Hilfe von 4 Rückfallweichen ein Richungsbetieb möglich gemacht wurde.

 

Zu einem ausführlichen Bericht über den Bf Rauenstein.

Für Informationen bedanke ich mich bei
Wieland Schulze
Andreas Kube 
Thomas Kiese
und anderen.


 
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