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Leiterplatten herstellen    
     
   

 

Immer wieder höre ich die Worte, "von Elektronik habe ich keine Ahnung, von allem mit Strom lasse ich die Finger". Dabei macht nichts soviel Spaß, hat man doch hier sehr schnell ein Erfolgserlebnis oder auch manchmal nicht. Man brauch auch nicht viel um eine Schaltung aufzubauen.
Da ich gerade dabei bin einige Leiterplatten für meine Steuerung anzufertigen dachte ich mir, ich zeige mal wie das geht.

     
   

Hier habe ich eine kleine Leiterplatte die ich bauen möchte. Erstmal muß man aus dem Schaltplan eine Leiterplatte entwickeln. Das hört sich schlimmer an als es ist, wenn man die Größe der Bauteile kennt, ist es nicht viel komplizierter als einen Gleisplan zu entwerfen. Da Bauteile in einem Raster von 2,54mm hergestellt werden, habe ich mir mit meinem Grafikprogramm, ein solches Raster für eine Europlatine gezeichnet. Auf diesem entwerfe ich dann die Leiterplatte. Wer mag kann das aber auch auf handelsüblichen Entwurfspapier machen. Conrad Best.-Nr. 527513

     
  Vor etwa 20 Jahren habe ich diese Methode entwickelt, um Leiterplatten herzustellen. Damals war Fotobeschichtetes Basismaterial noch so teuer, das es sich nicht gelohnt hat dieses zu benutzen. Da aber bei der Verwendung von ICs die Bohrlöcher genau sitzen müssen, hat es doch einige Mühe gemacht eine Zeichnung auf das Leiterplattenmaterial zu bekommen. Also musste eine Schablone her.

Zuerst habe ich eine Zeichnung für die Leiterplatten auf eine Lochrasterplatte übertragen. Dazu mußten die Bohrlöcher mühsam ausgezählt werden. Nach dem die Leiterplatte fertiggestellt war, musste die Lochrasterplatte wieder gereinigt werden.

Da musste es was besseres geben.

     
   

Warum nicht die Zeichnung als Bohrschablone verwenden, die Maße passen schon mal, also braucht der Bohrer nur noch eine Führung. Dann kam mir die Idee, man muss doch nur die Zeichnung im Gegenlicht auf die Lochrasterplatiene bringen und mit Tesafilm fixieren.

 

Auf der Rückseite der Europlatiene wird das Leiterplattenmaterial befestigt und schon kann man bohren.

 
     
   

Nach dem Bohren wird das Leiterplattenmaterial mit einem Edelstahltopfreiniger entgratet, dabei entferne ich gleich noch die Kleberreste von dem Tesafilm.

     
  Jetzt kann die Leiterplatte gezeichnet werden. Dafür verwende ich einen Edding 780, die Farbe ist egal, meistens verwende ich schwarz. Dazu benötigt man von der Leiterplattenzeichnung eine gespiegelte Zeichnung. Um die Bohrlöcher werden zuerst die Lötaugen gezeichnet. Diese werden danach verbunden. Bei mir hat es sich bewährt dies Freihand zu machen. Das sieht zwar nicht immer so schön aus, aber dabei passieren mir die wenigsten Fehler. Sollte es doch mal zu einem Fehler kommen kann man die Farbe leicht mit einem Messer abkratzen. Es gehen auch andere Wasserfeste Stifte die auch preiswerter sind, aber eine Korrektur bei einem Fehler ist dann sehr schwierig.
     
  Ist die Leiterplatte fertig gezeichnet, decke ich größere Flächen mit einem Wasserfesten Edding 3000 ab. Da so weniger Kupfer weggeätzt werden muss, kann man das Ätzbad länger nutzen.
     
  Nach dem trocknen der Farbe und einer Kontrolle der Leiterplatte, kann die Leiterplatte geätzt werden. Dafür benötigt man nur eine Plastikschale und als Ätzmittel Natriumpersulfat Conrad Best.-Nr. 529257. Früher habe ich Eisen-III-Clorid verwendet da es preiswerter ist, aber Natriumpersulfat arbeitet sauberer.

Die Plastikschale sollte beim ätzen in einem heißen Wasserbad stehen, so wird der Ätzvorgang wesentlich beschleunigt.

     
   

Nach dem ätzen wird die Leiterplatte unter fließendem Wasser gereinigt und dann die Farbe mit dem Edelstahltopfreiniger gesäubert.

Anschließen überprüfe ich die Leiterplatte mit einem Durchgangsprüfen und korrigiere kleine Ungenauigkeiten.

     
 

Auch wenn man heute Leiterplatten mit fotobeschichteten Basismaterial herstellt, bin ich bei meiner Methode geblieben.
Hat sie doch einen großen Vorteil, sie ist preiswert und da ich die Leiterplatte im PC entwerfe, kann ich jederzeit Leiterplatten nach machen.
   
   
     
Von einer anderen Methode habe ich hier gelesen.    http://www.mikrocontroller.net/articles/Platinenherstellung_mit_der_Tonertransfermethode
     
     
     
     
     

 
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