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  Gerbstedt Betriebsablauf
 
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6. Betriebsablauf


Um einmal einen Eindruck von dem Betriebsablauf in den 80ziger Jahren zu bekommen, beobachten wir doch mal den Betriebsablauf an einem normalen Wochentag.


Zu dieser Zeit waren in Gerbstedt zwei Loks der BR 110 eingesetzt. Eine Lok war im Reisezugdienst die andere im Güterzugdienst eingesetzt. Durch den Umlaufplan war sichergestellt das beide Loks täglich ausgetauscht wurden. So konnte jeden Aben eine Lok zum tanken nach Aschersleben fahren.


Nachdem die Reisezuglok schon 3.00 Uhr ihren Dienst aufnahm. Kam die Güterzuglok erst gegen 6.00 Uhr aus dem Schuppen und bespannte den abgestellten Güterzug vom vergangenen Tag. Damit ging es dann nach Hettstedt. Nachdem die Rangierlok dort die Wagen übernommen hatte wurde der bereitgestellte Güterzug bespannt. Nach der Abfahrt nach Gerbstedt wurde schon wenige Kilometer weiter am Haltepunkt Welfesholz, Wagen in einem Anschluss abgesetzt. Dort wurden Düngemittel für einen Agrarflieger gelagert und es gab eine Lagerhalle für Getreide und weitere Agrarprodukte.

Nach Einfahrt in Gerbstedt nach Gl3 hängt die Lok ab und nach dem gleich noch Wasser genommen wurde, fährt die Lok über die Weiche und wartet auf den Personenzug der von Heiligental kommt und nach Gl 2 einfährt.


ein Bild

Als der Personenzug Gerbstedt in Richtung Hettstedt verlassen hat, setzt die Lok an den Schuss des Zuges um und stellt ein paar Kohlenwagen an die Ladestraße. Die Leerwagen hat der Güterzug schon am Morgen mit nach Hettstedt genommen. Nun geht es wieder an die Spitze des Zuges und nach der Bremsprobe geht es weiter nach Heiligenthal. Dort werden an der Ladestraße Wagen zur Beladung bereit gestellt. In einen Anschluss der parallel zur Straße lag kam noch ein Wagen, ich bin mir heute nicht mehr sicher was dort hergestellt wurde.

Danach ging es mit dem Rest in einem Bogen über ein starkes Gefälle in die Zuckerfabrik. Im oberen Hof wurden Wagen mit Kalksteine zur Entladung bereitgestellt und am Ladetrichter wurden Wagen mit Zuckerrüben bereitgestellt. Nach dem befahren einer Spitzkehre gelangte man dann in den unteren Hof Dort wurden Kohlenwagen am Heizhaus ausgetauscht und ein Wagen welcher mit Melasse befühlt war mitgenommen.

Nun ging es wieder nach Gerbstedt dort wurde in das Gl 1 eingefahren und der Güterzug abgestellt, Die Lok wurde in den Schuppen gefahren wo noch Sand aufgefüllt wurde. Hierbei war der Kesselwärter behilflich.

 
ein Bild

Um immer trockenen Sand zur Verfügung zu haben war an der Wand ein Sandtrockenofen dieser musste regelmäßig nachgefüllt werden. Dazu war an der Rückseite des Schuppens ein Holzverschlag in dem Streusand gelagert wurde. Über eine Klappe konnte dort der Trockenofen befüllt werden. Die Lok wurde noch untersucht bevor erstmal Pause gemacht wurde. Am Mittag fuhr dann die Lok wieder an den Güterzug und die Fuhren ging nach Hettstedt dabei wurde auch bei Bedarf der Anschluss in Welfesholz bedient.

Nach der Rückfahrt kam die Güterzuglok an die Spitze des Personenzuges. So das die Personenzuglok nicht umsetzen musste. In Hettstedt wurden die Güterzuglok abgehängt und nach dem wegsetzen des Personenzuges fuhr sie Lz nach Aschersleben zum tanken und in die Werkstatt. Gegen 23 Uhr bespannte die Lok in Aschersleben gemeinsam mit der Rangierlok aus Hettstedt den Nahgüter 66767 nach Hettstedt. Die Rangierlok war auch schon am Nachmittag mi einem Güterzug 66766 nach Aschersleben gekommen.

Von Hettstedt fuhr die Lok als Lz nach Gerbstedt und nach einer kurzen Pause musste sie gegen 3,00 Uhr den Personenzug vorheizen, nun war sie die Personenzuglok.

Die alte Personenzuglok hatte schon lange Feierabend und war für den nächsten Tag für den Güterzugdienst vorbereitet worden.


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