Rolfs N-Bahn
  Felswände
 

Eine Felswand entsteht

   

Dem Profi werde ich hier mit Sicherheit nichts neues zeigen, es gibt aber immer wieder Einsteiger in unser schönes Hobby, die sich auch hierfür interessieren.
Auf dem Modellbahnanlage besteht immer wieder das Problem das man zwischen den einzelnen Ebenen nicht viel Platz hat. Nun wirken Hänge über 45 Grad nicht sehr Glaubhaft und alles mit Mauern zu bauen, wirkt nicht viel überzeugender. Also vermische ich je nach Platz verschiedene Bauweisen, so wie es in der Natur auch vorkommt.
Da ich zur Zeit mit einem neuen Bauabschnitt beschäftigt bin, habe ich zwischendurch zum Fotoapparat gegriffen und möchte die Ergebnisse zeigen.
Trotz vieler Versuche habe ich festgestellt das ich absolut kein Talent habe Felsen aus einem Gipsstück zu ritzen, darum verwende ich Gussformen um mir passende Felsstücke herzustellen.

 
 
 
Ich besitze mehrere Gussformen für Felsen, mit denen ich mir immer einen ausreichenden Vorrat an Felsabgüssen gieße
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An Werkzeug wird nicht viel benötigt, einige kleine Spachtel, Stechbeitel oder Schraubenzieher, Messer und Schere sind ausreichend.   Des weiteren wird eine Säge und eine Raspel zum bearbeiten der Gipsabdrücke benötigt.
 
     
 
     
Die Gipsabgüsse kann man so bearbeiten, das sie wie hier benötigt dünn wie eine Kachel sind.   Mit diesem bearbeiteten Teil ist es einfach den zukünftigen Felsen an die Betonwand der Brücke anzupassen.
     
 
     
Geklebt wird der Gipsabdruck mit Spachtelmasse. Damit es zu einer sicheren Verbindung zwischen dem Holz und der Spachtelmasse kommt, streiche ich das Holz vorher mit Leim ein.
Um zusätzlichen Halt zu erreichen klebe ich die Teile nicht auf eine glatte Holzplatte sondern baue die Rückwand aus Abfallsteifen aus Sperrholz.
  Mit Spachtelmasse werden die einzelnen Gipsabgüsse untereinander verputzt. Nachdem die Spachtelmasse fest, aber noch nicht durch getrocknet ist, werden die Übergänge zwischen den einzelnen Abgüssen mit dem Werkzeug so bearbeitet, das die Übergänge nicht mehr auffallen und alles wie eine Wand aussieht.
 
     
  Die Spachtelmasse wird beim andrücken der Gipsstücke, zwischen den Holzsteifen hindurch gedrückt und verankern das Gipsteil zusätzlich.


 
Wie so eine Wand aussehen kann möchte ich an einem anderen Teil zeigen.
 
     
Für dieses Landschaftsstück habe ich eine Betonmauer, eine gemauerte Wand und eine Felswand miteinander kombiniert.


 
  Die Betonwand besteht aus übereinander geklebten Sperrholzschichten, um eine etwas geschwungene Wand zu erhalten. Diese habe ich dann mit Leim eingestrichen und mit gesiebten Ostseesand bestreut. An Stelle von Ostseesand kann man sich natürlich auch aus jedem anderen Sand, solchen feinen Sand aussieben.
  Um eine angenommene Lücke in der Felswand zu schließen habe ich ein Stück Mauerplatte verwendet. Ein kleines Stück sehr dünn geschliffenen Fels habe ich vor die Wand gesetzt und die Teile rechts und links genau angepasst. Dann wird wieder alles mit Spachtelmasse verputzt. Dabei ist nicht zu vermeiden das die Fugen des Mauerwerks verschmiert werden. Kein Problem, mit einem Pinsel und Wasser können die Fugen wieder gesäubert werden. Nach dem trocknen wird die obere Mauerkante mit Kantensteinen abgeschlossen. Diese habe ich aus Furnierresten geschnitten.
Es kann natürlich auch dünnes Flugzeugsperrholz, Balsholz oder auch Pappe verwendet werden.
     
 
     
Mit etwas beliebigen Schaummaterial wird der Hang aufgefüllt. Dabei ist es nicht notwendig zu genau zu arbeiten. Durch Unebenheiten wird es später um so realistischer.   Mit reichlich Leim und Wasser werden Stücken von einem Küchentuch als deckende Schicht aufgeklebt.
 
     
Jetzt geht es an die Farbe. Dafür habe ich mir aus einem Rest Wandfarbe und Abtönfarben die benötigten Farbtöne angemischt. Dabei sollte man nicht zu sparsam sein, um später weitere Teile im selben Farbton herstellen zu können.
Ich verwende ein sehr helles Grau, ein dunkles Grau und ein helles Graubraun welches im Farbton wie Sand wirkt.
Beim einfärben habe ich nach vielen Versuchen eine für mich akzeptable Technik gefunden.
     
  Das gesamte Teil streiche ich mit dem sehr hellen Grau ein. Bei den Teilen aus Gips muss dabei mit viel Wasser gearbeitet werden. So das die Farbe in den Gips einziehen kann, aber die feinen Strukturen nicht zu schmiert. Nicht erschrecken durch den Farbton sind die Strukturen kaum noch erkennbar, sie kommen aber später wieder zum Vorschein.
 
Der Betonsockel bekommt nun eine Struktur mit dunkler Farbe. Dafür wird mit einen harten Pinsel etwas Farbe aufgenommen und auf einer Zeitung solange ausgestrichen bis der Pinsel nahezu trocken ist. Durch stupfen mit dem Pinsel auf die Sandfläche wird die Struktur betont. Dabei kann aufsteigende Feuchtigkeit oder von oben eindringendes Wasser durch dunklere Stellen angedeutet werden.
 
  Den Abschluss erhält die Wand mit dem Sandgrauen Farbton, welcher auch wieder stupfend aufgetragen wird.
     
 
Ist alles trocken erhalten die Felsen eine zweite Farbschicht mit dem dunklen Grau. Ist diese Farbe leicht abgetrocknet, wird die dunkelgraue Farbe mit einem nassen Tuch und einem nassen Pinsel wieder abgewaschen. Farbreste sollen dabei auf einzelnen Flächen und in Spalten und Ritzen haften bleiben. Das Wasser muss mit einem Küchentuch sofort wieder aufgenommen werden, um das Ergebnis begutachten zu können. Es soll aber auch nicht zu viel Feuchtigkeit in das Werkstück eindringen. Diese Technik sollte man erst einmal an einem Rest eines Abgusses testen. Gleich auf das noch feuchte Stück wird wieder mit einem fast trockenen Pinsel, sandgraue Farbe durch leichtes darüber wischen aufgetragen. Das Mauerstück wird dabei immer gleich mit behandelt.
 
  Ist alles getrocknet, wird etwas helles Grau mit dem Pinsel aufgenommen und auf einer Zeitung ausgestrichen. Erst wenn der Pinsel nahezu trocken ist, werden durch vorsichtiges überstreichen der Kanten Lichter auf die Felsen gesetzt.

Geht beim einfärben etwas schief kann man die Farbe einfach wieder abwaschen und von vorn anfangen.
     
 
Nach dem das Stück begrast und mit Flocken und Bäumen dekoriert ist, kann es auf der Anlage eingebaut werden.

 
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